Frugale Innovation: Keep it simple

Frugale Innovation – eine Definition

Frugal lässt sich mit “schlicht, einfach oder bescheiden” beschreiben. Das Ziel bei Frugalen Innovationen ist es, sich nur auf grundlegende Komponenten zu konzentrieren. Dabei fokussiert man nicht die Innovationsleistung selber, sondern die Anforderungen und die Nutzer oder Zielgruppe der Innovation. Eine frugale Lösung ist daher einfach und zuverlässig anzuwenden und trifft damit die Kundenbedürfnisse viel besser. So ist die Erzeugung einerseits ressourcenschonender, andererseits kann das Ergebnis günstiger angeboten werden. Häufiger sind Frugale Innovationen deshalb in Entwicklungs- und Schwellenländern zu finden. Denn dort lebende Menschen verfügen über ein geringeres Einkommen als Menschen in Industrieländern.

Aber Frugale Innovation findet nicht nur dort statt und muss sich nicht nur auf ein Produkt selber beziehen. Auch in Industrieländern wird der Ansatz immer gefragter und ganze Geschäftsmodelle können dem Konzept unterzogen werden. Das schwedische Möbelhaus IKEA und die Hotelkette Motel One sind gute Beispiele für Frugale Innovationen. Auch Apple bedients sich mit den verschiedenen Varianten des iPhone 12 dem Frugalen Gedanken. Denn je mehr Zielgruppen angesprochen werden können, desto größer wird die Kundenbasis und der Marktanteil. Angefangen mit der Konzentration auf die grundlegenden Komponenten geht der Frugale Gedanke weiter bis zu einer lokaleren und kürzeren Wertschöpfungskette. Frugale Innovation ist daher nicht auf eine Branche oder einen bestimmten Bereich begrenzt, sondern überall möglich – ganz nach dem Motto “Keep it simple” oder “More from Less”. Und die Digitalisierung bringt das Konzept auf eine neue Ebene.

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Wie entsteht eine Frugale Innovation?

Die Annahme von Unternehmen weichen oftmals von den Wünschen und Bedürfnissen der KonsumentInnen ab. Diese wollen ein funktionierendes Produkt oder einen einwandfreien Service, welche ihre Aufgabe erfüllen und mehr nicht. Genau da beginnt Frugale Innovation – Funktional, Nutzerfreundlich und Lokal.
Konkret heißt Frugale Innovation von einem Produkt oder Service folgendes:
Features, die nicht zu den Grundfunktionalitäten gehören, entfernen
Materialien, Design oder Prozesse umweltfreundlicher oder lokaler machen, z.B. Re- und Up-Cycling
Bereits vorhandene Ressourcen adaptieren, z.B. Nachnutzen statt Neu machen
Neue Features nur durch minimale Veränderungen hinzufügen, z.B. durch Softwareupdates
Komplizierte, teure oder zeitintensive Teile bzw. Prozesse vereinfachen
Zusätzlich das Geschäftsmodell anpassen, um Kosten zu senken
Ein Ökosystem im Sinne von Open Innovation aufbauen, z.B. durch das Miteinbeziehen von Beratern, Experten, Forschern, Organisationen etc.
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