Wie geht Innovation ohne Budget?

Kein Budget? Kein Problem!

Ist es möglich, zu innovieren, ohne ein Geld dafür zu haben? Wir sagen ja! Denn Ideen hat jeder in sich schlummern. Und wo eine Idee ist, ist auch eine Innovation. Doch was gibt es für Möglichkeiten, Innovation ohne Geld zu betreiben? Vor allem in so dynamischen Zeiten wie diesen?

Wenn wir schon kein Geld haben, dann brauchen wir wenigstens gute Ideen.

– Oskar Lafontaine

Der Effectuation Ansatz

Effectuation ermöglicht es, die Zukunft aktiv zu gestalten, wenn eine genaue Planung wegen Unsicherheiten eigentlich gar nicht möglich ist. Es handelt sich demnach um eine Denkweise, die bei Unternehmen besonders beliebt ist, weil es darum geht zu entscheiden und zu handeln. Dabei werden aus einfachen Ideen neue Produkte, Dienstleistungen, Unternehmen oder Lösungen, die gemeinsam erarbeitet werden. Eingeführt wurde der Begriff von Entrepreneurship-Forscherin Saras Sarasvathy. Dem Framework, welches im deutschsprachigen Raum durch Michael Faschingbauer an Bekanntheit gewann, unterliegen folgende vier Prinzipien.
1 Mittelorientierung statt Zielorientierung
Nach dem ersten Prinzip beginn Effectuation mit den vorhandenen Mitteln, statt mit der Zielfestlegung. Wir überlegen also, was wir haben und wissen und bestimmen damit den Weg.
2 Leistbarer Verlust statt erwarteter Ertrag
Da Effectuation gerade in Zeiten von Planungsunsicherheit eingesetzt wird, liegt der Fokus nicht auf dem Ertrag. Der Fokus liegt darauf, was man sich leisten kann einzusetzen oder zu verlieren.
3 Umstände und Zufälle nutzen statt vermeiden
Zufälle und Überraschungen sind willkommen, denn daraus lassen sich Chancen ableiten und Nutzen ziehen. Denn gerade dann gibt es Anstöße für neue Ideen und Wege, wie sich gerade in Covid-19 Zeiten zeigt.
4 Partnerschaft statt Konkurrenz
Effectuation ist ganz im Sinne von Open Innovation. Gleichgesinnte sind von Anfang an eine wichtige Komponente im Prozess der Effectuation, um ein Netzwerk aufzubauen. Durch zahlreiche Stakeholder steigen die Möglichkeiten und gleichzeitig sinkt die Ungewissheit.
Ein verwandter Ansatz ist das Thema Frugale Innovation.
Mehr darüber gibt es hier zu lesen.

Der Effectuation Ablauf

Effectuation läuft in einer Schleife ab. Begonnen wird mit der Frage nach den Vorhandenen Mitteln, woraus sich die Handlungsmöglichkeiten ergeben. In dieser Phase kommt man in den Austausch mit Anderen und Partnerschaften entstehen. Durch diese neuen Partnerschaften entstehen durch die mehr vorhandenen Mittel und Ideen neue Potenziale oder gar neue Ziele, weshalb anschließend wieder die Frage nach den vorhandenen Mitteln und den daraus entstehenden Handlungsmöglichkeiten beantwortet wird. Am Ende entsteht daraus eine neue Lösung, eine neue Dienstleistung, ein neues Produkt oder gar ein neues Unternehmen.

Fazit: Innovation ohne Budget?!

Egal, ob der Effectuation Ansatz, die Methode der Frugalen Innovation oder eine andere Vorgehensweise verfolgt wird – das Ziel ist immer, mit dem vorhandenen etwas Neues zu schaffen. Und das auf möglichst “günstige” Weise, da in Krisenzeiten bei vielen das Budget knapp ist. Ideen und Partnerschaften sind in unsicheren Zeiten daher umso wertvoller. Auch steht fest, dass innovative Organisationen widerstandsfähiger sind und nachhaltiger wachsen können, umso mehr Grund, mit dem was man hat jetzt kreativ und innovativ zu werden.
Wollen Sie den Effectuation Ansatz gleich einmal ausprobieren?
Nutzen Sie dafür AnyIdea kostenlos, sammeln sie Ideen aus vorhandenen Mitteln, nehmen Sie die aktuellen Umstände kreativ auf und bauen Sie ein Netzwerk auf.