Wieso es gar nicht so einfach ist, einen Prozess für Innovation zu installieren?

Um erfolgreich innovieren zu können, muss zuerst ein Innovationsprozess installiert werden.

Doch wie genau sieht so ein Innovationsprozess aus? Der Ablauf ist zwar z.B. abhängig von der Größe des Unternehmens. Aber prinzipiell ist der Prozess immer gleich, egal ob Open oder Closed Innovation: 

Bedarfserkennung, Ideengenerierung, Ideenbewertung und Umsetzung.

Zuerst muss der Bedarf erkannt werden, sprich der Bedarf nach Veränderung. Die Unternehmenskultur stellt dabei einen wichtigen Faktor da. Denn wenn die Mitarbeiter immer nach etwas Neuem streben und motiviert sind, kann der Prozess einfacher initiiert werden, als wenn die Unternehmenskultur erst hinsichtlich der Innovationsbereitschaft angepasst werden muss. Neben den Mitarbeitern steht die Unternehmensführung in der Verantwortung, eine klare Position zum Innovationsmanagement zu beziehen. Der Prozess muss also an dieser Stelle an die jeweilige Unternehmenskultur, sowie die Strukturen, Mitarbeiter und Kunden angepasst werden. 

Eine Ist-Analyse ist aber immer ein Bestandteil des Prozesses. Schon in der ersten Phase gibt es einige Hürden, an denen Innovationen scheitern. Das sind meist nur Kleinigkeiten, wie das Überwiegen des Tagesgeschäfts, fehlendes Innovationsverständnis der Führung, schlechte Kommunikation, unklare Zuständigkeiten, Mitarbeiter werden nicht mit eingebunden oder es fehlen einfach die Ressourcen. Beseitigt man diese Hürden nicht in der ersten Phase, ist der Erfolg der Innovation nicht vielversprechend.

Der Prozess darf auch nicht zu eng und detailliert geplant werden, denn gerade der Innovationsprozess ist ein Unvorhersehbarer. Eine gewisse Offenheit und Agilität muss gegeben sein.

Nachdem der Prozess initiiert wurde, geht es in die Phase der Ideengenerierung. Die Kreativität der Mitarbeiter muss gefördert werden, z.B. durch die Anwendung von verschiedensten Kreativitätstechniken.

Dabei sollten aber nicht nur interne Ideenquellen angezapft werden, sondern auch externe. Dieses externe Wissen von Kunden, Partnern oder Wettbewerbern gehört identifiziert und angewendet. Denn ein häufiger Fehler ist das Auslassen von Kunden- und Marktbedürfnissen. Doch gerade der Input von außen ist entscheidend bei Innovationen.

Anschließend müssen die generierten Ideen bewertet werden. Dazu gehört es, Bewertungskriterien aufzustellen und anzuwenden sowie Nutzen und Aufwand der Ideen zu bewerten. Wenn vorher keine Systematik festgelegt wurde und es an Organisationsmanagement mangelt, wird diese Phase zu einer kritischen. Denn hier fällt die Entscheidung für die Zukunft. Und auch wenn man den Prozess bisher erfolgreich durchlaufen konnte, muss die Motivation natürlich weiterhin aufrecht erhalten werden.

Wenn man eine vielversprechende Idee gefunden hat und man über alle Hürden gesprungen ist, dann ist es an der Zeit die Umsetzung zu planen. Auch hier kann man den Innovationsprozess wieder öffnen und externes Know-How einholen. Außerdem kann man außerhalb vom Unternehmen nach Förderungen und Finanzierungen suchen. Damit jeder von der Innovation erfährt muss diese letztlich auch vermarktet werden. Die Motivation von Mitarbeitern, Kunden, Partnern muss nicht nur im Hinblick auf die Vermarktung aufrechterhalten werden, sondern auch im Hinblick auf zukünftige Innovationen.

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